Pressefotografie


Als Pressefotograf habe ich über zwölf Jahre lang in meiner Heimatstadt Frankfurt am Main gearbeitet. Wenn ich zurück denke eine sehr spannende und aufregende Zeit, verbunden mit sehr vielen und sehr schönen Erlebnissen. Gerne und oft denke ich an die schöne Zeit als akkreditierter Pressefotograf bei den Spielen der Frankfurt - Galaxy. Aber auch die zahlreichen Stunden im Frankfurter Nachtleben, bei Partys und anderen Veranstaltungen.

Einige Zeit habe ich mit einem TV Kameramann zusammengearbeitet, überwiegend nachts als sogenannter „Polizeireporter“ - also ganz aktuelle Polizei und Feuerwehreinsätze. Auch die dazugehörige Arbeit im Eigenen schwarz-weiß und Farbfotolabor.

Es war ein sehr umfangreiches Fotolabor mit vielen Komponenten und Zubehörteilen. Für dieses Fotolabor habe ich damals über 23.000 DM (1993/1994) ausgegeben und nur noch 400 € bekommen (2007). Es hat mir sehr gute Dienste geleistet. Für die Filmentwicklung habe ich einen genutzt. Ich habe damit Kleinbildfilme und Rollfilme in den Prozessen C-41, E-6 und natürliche auch in S/W entwickelt.

Eine Besonderheit war mit Sicherheit ein kleines Gerät zur Ferneinschaltung, welches mein Vater gebaut hat. In diesem Gerät war ein Pieper eingebaut – wenn ich diesen innerhalb von 90 Sekunden 3x angepiept habe (über Handy), hat sich die Entwicklungsmaschine automatisch eingeschaltet, somit konnte ich immer bei eiligen Terminen die Entwicklungsmaschine schon von einem Termin aus einschalten und konnte gleich loslegen, sobald ich in meinem Labor ankam, eine Colornegativ Entwicklung im C-41 Prozess erfolgt normalerweise bei 38°.

Für Vergrößerungen habe ich ein genommen mit zwei Objektiven für Kleinbild und Mittelformat 6×6 – somit konnte ich Papierformate von 9×13 bis 50×60 cm verarbeiten. Bei S/W Abzügen habe ich die Filter beim Farbmischkopf ausgeschaltet und mit „MULTIGRADE Filtern“ und MULTIGRADE Fotopapieren (gradationsvariable Schwarz-weiß Papiere) S/W Vergrößerungen angefertigt, entwickelt habe ich die S/W Fotos klassisch in Schalen bei Rotlicht.

Farbvergößerungen habe ich im RA-4 Prozess mit einer , einer Durchlaufmaschine mit einer Trocken zu Trocken Verarbeitung gemacht. Mein Laborraum war - zwei geteilt und die Durchlaufmaschine stand inmitten einer Trennwand, somit konnte ich auf der einen Raumseite das Fotopapier im Dunklen belichten und in die Entwicklungsmaschine einlegen. Durch eine Lichtschleuse konnte ich von der Dunkelkammer in den Lichtbereich wechseln, wo dann die fertigen und getrockneten Farbfotos aus der Maschine kamen. (Bei Farbvergrößerungen wird ganz im Dunklen gearbeitet – also auch kein Rotlicht!)

Für den redaktionellen Bereich habe ich die Fotos mit meiner Fotoausrüstung von Nikon klassisch fotografiert. Anschließend wurde der Negativfilm entwickelt und mit einem Filmscanner, einem Polaroid SprintScan 35 Plus gescannt und anschließend mit einer speziellen ISDN-Karte von Leonardo online an die Redaktionen übersendet.

Ein Highlight war mit Sicherheit meine Fotoausstellung „Frankfurter Ansichten“ 1997 im Frankfurter Palmengarten, welche mir durch die damalige Direktorin, Frau Dr. Isolde Hagemann ermöglicht wurde. Die Ausstellung wurde eröffnet vom damaligen Stadtverordnetenvorsteher Helmut Reischmann.

Im Nachhinein bin ich froh, dass sich die Technik weiterentwickelt hat, und dass ganze gepansche mit der Chemie mittlerweile vollkommen wegfällt. Wie gesagt, es war eine sehr schöne Zeit, aber heutzutage möchte ich in diesem Bereich nicht mehr arbeiten. Abschließend einige der schönsten Pressefotos aus der damaligen Zeit!

Sprengung vom Hochhaus der Deutschen Bahn in Frankfurt


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